Jubiläum 2015

Geschichte des Ortsvereins - 1999-2004

Die Wahl von Fred Hermann zum stellvertretenden Vorsitzenden (1998) und zum Vorsit­zenden (2001) mit seinem Stellvertreter Carlo Bonifer bildete wieder eine Zäsur in der Dossen­heimer SPD. Damit und mit dem Rückzug der verdienten Gemeinderäte Gerd Apfel und Ingrid Ziegelhöfer wurde wieder ein Generationswechsel vollzogen. Ingrid Ziegelhöfer saß von 1989 bis 2002 für die SPD im Gemeinderat. Tilo Wachsmuth übernahm ihren Sitz. Gerd Apfel - seit Anfang der siebziger Jahre bis heute Mitglied des Vorstands der Dossen­heimer SPD - war von 1975 bis 2001 Mitglied des Gemeinderats. Walter Bachert, bei der Kommunalwahl 1999 nur knapp am Einzug in den Gemeinderat gescheitert, rückte für ihn nach. Für sein kom­munalpolitisches Engagement und seine Verdienste für die deutsch-französische Freund­schaft erhielt Gerd Apfel 2002 das Bundesverdienstkreuz. Damit ist er nach Oskar Zimmer­mann das 2. Dossenheimer SPD-Mitglied, das Träger dieser hohen Auszeichnung ist.

Eine wichtige kommunalpolitische Grundsatzentscheidung musste die SPD 2003 treffen: Die achtjährige Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters endete. Sollte man die erneute Kandida­tur von Hans Lorenz unterstützen oder einen eigenen Kandidaten aufstellen? Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung diskutierte man mit Hans Lorenz vier für die SPD wichtige Grundsätze ihrer Kommunalpolitik:

  • behutsame, flächenschonende Gewerbeansiedlung
  • bezahlbarer Wohnraum für junge Familien
  • Ausbau von Krippen- und Kindergartenplätzen
  • Erweiterung des Dienstleistungsangebots des Bürgerbüros

Da keine gravierenden Meinungsunterschiede festgestellt wurden, erklärte die Versammlung einstimmig, die Kandidatur von Hans Lorenz zu unterstützen. Ohne ernsthaften Gegen­kandidaten wurde er von der Dossenheimer Bevölkerung am 2. Februar 2003 mit 97,9% der abgegebenen Stimmen für weitere 8 Jahre zum Bürgermeister gewählt.

Vor der anstehenden Kommunalwahl im Jahr 2004 wehte der Dossenheimer SPD der bundespolitische Wind ins Gesicht. Zwar hatte die SPD 1998 die Bundestagswahlen gewonnen und konnte 2002 mit knappem Ergebnis erneut die Regierung stellen, aber die Zeiten waren schwieriger geworden. Über mehrere Le­gis­laturperioden hatten es CDU-Regierungen unter Helmut Kohl versäumt, dringend not­wen­dige Reformen im Bereich der Alterssicherung und der Gesundheit einzuleiten. Abbau der Bürokratie und Reorganisation des Arbeitsmarktes waren ebenso liegengeblieben wie eine Steuerreform. Die SPD stellte sich dem Reformdruck und leitete mit der sogenannten „Agen­da 2010“ grundlegende Verände­rungen des Sozialversicherungssystems und des Arbeitsmark­tes ein. Wie so oft in ihrer langen Geschichte bezahlte die SPD die Umsetzung unpopulärer, aber notwendiger politischer Reformen mit dem Verlust der politischen Macht.

Diese Umstände ließen für die anstehenden Kommunalwahlen nichts Gutes erhoffen. Zumal nach dem Ausscheiden von Gerd Apfel und Ingrid Ziegelhöfer auch der langjährige Sprecher der Fraktion, Jochen Matenaer, nicht mehr kandidierte. Damit schieden drei bekannte und bewährte Persönlichkeiten aus, die für die SPD viele Stimmen gebracht hatten.

Gemeinderatswahlen

Sitze im Gemeinderat

 

2004

CDU

9

SPD

4

Grüne

4

FW

4

FDP

1

Summe

22

So war es letztlich nicht zu vermeiden, dass die SPD ihr 1999 knapp gewonnenes, fünftes Gemeinderatsmandat nicht halten konnte. Nach dem „SPD-Stimmenkönig“ Klaus Bähr konnten Carlo Bonifer, Rüdiger Neumann und Tilo Wachsmuth die 4 Sitze im Gemeinderat gewinnen.

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Matthias Stammler

 

 

 

 

 

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