Ganztagesschule, Schulsozialarbeit, Prävention in der Jugendarbeit

Veröffentlicht am 05.04.2006 in Gemeindenachrichten

Die aktuelle Debatte um die Situation an Hauptschulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien und sozial benachteiligten Familien zeigt, Schulen haben die wichtige Aufgabe, alle Kinder – gerade auch benachteiligte – auf ihr späteres Leben vorzubereiten und sie in unsere soziale und demokratische Gesellschaft zu integrieren.

Politik und Gesellschaft dürfen sie bei dieser wichtigen Aufgabe nicht allein lassen sondern müssen alle möglichen Unterstützungen zur Verfügung stellen. Auch die Eltern haben dabei eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Kinder. Die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien und sozial benachteiligen Familien gelingt nicht von allein. An erster Stelle steht dabei das Erlernen der deutschen Sprache durch Migrantenfamilien. Kinder aus diesen Familien sollen bereits im Kindergarten oder in der Vorschule verbindlich deutsch lernen. Als weitere Maßnahmen für eine bessere Integration schlägt der Ortsverein vor:

  • Alle Kinder sollten ein Jahr vor Einschulung auf ihre Sprachfähigkeiten untersucht werden, um sie gezielt fördern zu können.
  • Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien benötigen zusätzliche Mittel, um sie besser in unsere Gesellschaft zu integrieren.
  • Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher dürfen bei ihren wichtigen pädagogischen Aufgaben nicht allein gelassen werden. Sie müssen alle Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung erhalten.
  • Ganztagsschulen verbessern die Chancen aller Schülerinnen und Schüler. Auch leistungsstarke Kinder profitieren von ihren erweiterten Lern- und Freizeitangeboten.
  • Die Schulen sollten verstärkt Partnerschaften mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld eingehen vom Sportverein bis zur Polizei. Von diesen Partnerschaften profitieren alle.

Der Ortsverein wird sich in der nächsten Zeit schwerpunktmäßig mit dem Thema Ganztagesschule, Schulsozialarbeit und Prävention in der Jugendarbeit beschäftigen. Am 12. Mai wird der Bürgermeister von Neulussheim Gerhard Greiner in Dossenheim sein, um über die Präventionsarbeit in seinem Ort zu berichten, nachdem dort Jugendliche einen Obdachlosen getötet haben.

 

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Matthias Stammler

 

 

 

 

 

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