Endlich – Verlängerung Linie 24!

Veröffentlicht am 10.12.2014 in Gemeindenachrichten

Vor 25 Jahren formulierte die SPD-Dossenheim in ihrem Kommunalwahlprogramm 1989 folgende Forderungen:

„Der Kollaps auf unseren Straßen - insbesondere zur Hauptverkehrszeit - ist täglich zu beobachten. Luftverschmutzung, Verkehrslärm, Landverbrauch durch immer mehr Straßen und die parkenden Blechlawinen sind weitere deutliche Zeichen dafür, dass wir verstärkt den sinnvollen Ausbau des Nahverkehrs betreiben müssen. Daher fordern wir:

  • Anschluss des Neuenheimer Feldes (Univ. Kliniken) an den schienengebundenen Nahverkehr
  • zweispuriger, kreuzungsfreier Schienenausbau entlang der B 3
  • Erhöhung des Zeittaktes - insbesondere zu Hauptverkehrszeiten
  • benutzerfreundliche Beförderungspreise.“

Später wurden in zahlreichen Anträgen und in Flugblattaktionen diese Forderungen wiederholt. Mit dem Hinweis auf technische Probleme zwischen Straßenbahn und OEG oder aus angeblichen Kostengründen wurden sie stets abgelehnt. Dank der „neuen Mehrheit“ im Schriesheimer Gemeinderat kann die Verlängerung der Linie 24 nun umgesetzt werden – ein Meilenstein für die ÖPNV-Anbindung Dossenheims an Heidelberg. Von 7.00-9.00 Uhr und von 15.00-17.00 Uhr soll die Linie 24 künftig zwischen Rohrbach-Süd und Schriesheimer Bahnhof im 20-Minuten-Takt – vermutlich ab 2016 - pendeln. Nach Berechnungen der RNV sind die Zusatzkosten für Dossenheim überschaubar:

Kostenanteil ÖPNV Dossenheim

 

2014

2015

2016

ÖPNV-Kosten
ohne Linie 24

281.470 €

289.283 €

299.748 €

ÖPNV-Kosten
mit Linie 24

281.470 €

289.283 €

323.144 €

Zusatzkosten
Linie 24

0

0

23.397 €

In den Kosten ist der derzeitige Kreiszuschuss in Höhe von
35% bereits berücksichtigt.

Dafür stehen große Vorteile für die Dossenheimer Bevölkerung:

  • Die Fahrzeit der Linie 24 zum Heidelberger Hauptbahnhof ist 6 Minuten kürzer im Vergleich zur Linie 5 (OEG). Damit verbessert sich der Anschluss für Bahnpendler Richtung Stuttgart, Karlsruhe oder Mannheim.
  • Studenten, Berufstätige, Senioren, behinderte Menschen, Besucher und Patienten können schneller und einfacher die Kliniken im Neuenheimer Feld erreichen.
  • Schülerinnen und Schüler gelangen umsteigefrei ins Bunsen- und Helmholtz-Gymnasium, in die Internationale Gesamtschule und ins Berufschulzentrum.
  • Die Erreichbarkeit des Heidelberger Westens (Weststadt) und Südens (bis Rohrbach Süd) wird verbessert.
  • Insgesamt ist zu erwarten, dass die Belastung der B3 verringert wird. 

Für die SPD-Dossenheim ist es daher selbstverständlich, dass wir der Verlängerung zustimmen.