Mit lockeren Interviews stellte MdB Lothar Binding die 22 Kandidatinnen und Kandidaten des SPD-Ortsvereins für die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 vor:
Klaus Bähr, Rüdiger Neumann, Carlo Bonifer, Hans-Peter Ullrich, Nicolas Masing, Michael Späth, Gabriele Baumhard, Jochen Konradi, Martin Bujard, Vera Nettesheim, Dr. Fred Hermann, Dr. Philipp Ehlermann, Benjamin Kühl, Hannelore Fischer, Roswitha Apfel, Dr. Anita Müller, Thomas Raff, Benedikt Rüdesheim, Pia Schömer, Holger Seeger, Rainer Meyer, Jochen Matenaer.
Die zahlreich anwesenden Mitglieder, Bürgerinnen und Bürger hatten so Gelegenheit die politischen Ziele der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten und – in ihrer Summe – auch diejenigen der SPD kennen zu lernen.
Chancengleichheit bei Bildung und Betreuung
Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass jedes Kind seine Potentiale und Talente in seinem Leben unabhängig vom Einkommen der Eltern voll entfalten kann. Dazu gehört der massive Ausbau der Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder, die schrittweise Einführung der Gebührenfreiheit der Kindergärten und bestmögliche schulische Rahmenbedingungen auch für unsere Hauptschüler. Aufgrund der Vorgaben der Landesregierung kann dies nur in einer Kooperation mit Nachbargemeinden gewährleistet werden.
Soziale Sicherheit auch im Heimatort
Dossenheim ist wegen seiner guten Infrastruktur und seiner Nähe zu Schulen, Universitätseinrichtungen und Arbeitsplätzen in Heidelberg eine beliebte Wohngemeinde. Das soll auch so bleiben. Die SPD wird aber auch dafür sorgen, dass Wohnraum bezahlbar ist, dass Gebühren sozial gestaffelt sind, dass Jugendliche aus sozial schwachen Familien nicht zu Verlierern werden, dass Studierende einen Zuschuss für ihr Semesterticket erhalten und dass unsere Senioren in Dossenheim wohnen bleiben können und bestmöglich versorgt werden.
Sicherung von Arbeit und Wirtschaft
Örtliche Handwerksbetriebe und eine vielfältige Angebotspalette beim innerörtlichen Einzelhandel sind zur Grundversorgung der Dossenheimer und Dossenheimerinnen unverzichtbar. Daher muss die dringend notwendige Sanierung des Ortskerns einschließlich des Adler-Komplexes endlich umgesetzt werden.
Die Anbindung Dossenheims über den öffentlichen Personennahverkehr nach Heidelberg muss bis in die Nachtstunden intensiviert werden. Insbesondere muss geprüft werden, inwieweit die neue Straßenbahnlinie im Neuenheimer Feld nach Dossenheim verlängert werden kann.
Umsteuern in der Umweltfrage
Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass angesichts des dramatischen Klimawandels die Energiewende in unserer Gemeinde nachdrücklich eingeläutet wird. Dazu sollen nach und nach alle öffentlichen Gebäude - Rathaus, Schulen, Kindertagesstätten, Schwimmbad, Sporthallen - energetisch durch Fotovoltaikanlagen nachgerüstet werden. Anbietern erneuerbarer Energien sollen beim Abschluss von Stromlieferverträgen für Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft ein Vorrang eingeräumt werden.
Die SPD will keine neuen Wohngebiete, keine Müllumladestationen und Kraftwerke. Der Flächenverbrauch muss minimiert werden. Der Schwabenheimer Hof ist in seiner jetztigen Struktur als landwirtschaftlicher Weiler unverzichtbar.
Stärkung der Bürgerdemokratie
Die SPD wrrd sich dafür einsetzen, dass die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft unserer Gemeinde unmittelbarer mitbestimmen. Wir werden regelmäßige Bürgerversammlungen veranlassen, auf denen die Gemeindeverwaltung geplante Projekte vorstellt aber auch für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung steht. Wir werden weiterhin unsere zahlreichen Vereine unterstützen, um das partnerschaftliche Zusammenleben zu fördern und die Integration neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erleichtern. Die Dienstleistungen des Bürgerbüros sollen erweitert und dabei insbesondere die Vernetzung mit den Kfz-Zulassungstellen des Kreises hergestellt werden.
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Eckpunkte zur Kommunalwahl (PDF)