Mit einer überragenden Wahlbeteiligung und dem deutlichen Votum aus den Bürgerentscheiden in Dossenheim und Schriesheim gibt es nun einen klaren Auftrag, bei uns die Energiewende mit der Nutzung von Windenergie voranzubringen. Eine Abfuhr haben externe Akteure bekommen, die mit gezielten Falschinformationen von außen versucht haben, die souveräne Entscheidung unserer Bürgerinnen und Bürger zu beeinflussen. Den Ausschlag dürfte aber das Engagement der jungen Generationgegeben haben, was Hoffnung für die Zukunft macht. Es hat eine große Bedeutungüber unsere Region hinaus, dass man Bürgerentscheide für Windkraft gewinnen kann.
Das Votum stärkt auch unserem Gemeinderat und dem Bürgermeister den Rücken, die sich im Rahmen der Dialoggruppe intensiv mit den Sachfragenbeschäftigt und daraufhin für Windkraftanlagen ausgesprochen haben. Ein großer Gewinn war im Vorfeld des Bürgerentscheides die intensive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg, auch mit den Bürgerinitiativen. Das hat unseren Zusammenhalt in Dossenheim enorm gestärkt. Ein besonderer Dank gilt den Vereinen Energiewende Bergstraße, Ökostromer Dossenheim sowie BUND Dossenheim, die mit einem bemerkenswerten Einsatz zur Versachlichung der Debatte beigetragen haben. Wir alle haben dabei viel gelernt, sei es zu technischen Aspekten, Waldbiologie oder dem Flugverhalten von Eulen. Mit dem an der Natur geweckten Interesse hat auch der Naturschutz gewonnen.
Bürgerbeteiligung muss weitergehen
Jetzt kommt es darauf an, dass wir auf alle diejenigen zugehen, die gegen Windkraftgestimmt haben. Uns ist bewusst, dass viele davon keine Gegner der Energiewendeund auch keine Leugner des Klimawandels sind. Bei der Umsetzung des Projektes Windenergie sind wir nun in der Pflicht, die Bedenken gegen Windkraftanlagen im Wald ernst zu nehmen. Somit ist das Nein aus dem Bürgerentscheid kein Freibrief, sondern die Arbeit in den Gremien fängt jetzt erst richtig an. Wie wir diese Aufgabe bewältigen, das wird wesentlich zur Akzeptanz weiterer Projekte in anderen Regionen beitragen. Wir müssen erreichen, dass ein Nutzen für eine breite Bevölkerung spürbar wird. Die Bürgerbeteiligung ist damit nicht vorbei, sie fängt nun erst richtig an.