Mehr Ganztagesschulen – bessere Kinderbetreuung

Veröffentlicht am 19.01.2006 in Gemeindenachrichten

Zahlreiche Gäste darunter Bürgermeister Hans Lorenz und Landtagsabgeordneter Hans Georg Junginger konnte Ortsvereinsvorsitzender Fred Hermann zum Neujahrsempfang im Rathaussaal begrüßen. „Das Land wird unter seinen Möglichkeiten regiert“, so das Fazit Jungingers, der erneut für die SPD im Wahlkreis Weinheim-Schriesheim-Dossenheim kandidiert.

Baden-Württemberg sei ein leistungsstarkes und zukunftsfähiges Bundesland – trotz CDU. Es gab eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Skandale wie den Sinsheimer Messeraub, den FlowTex-Skandal, die Ministerabgänge von Schaufler, Döring und Werwigk-Hertneck, von Schäuble, Repnik und Goll, das Wegmobben von Erwin Teufel, die Flucht von Anette Schavan nach Berlin und zuletzt das Bundestagswahlergebnis von 39 Prozent in der Ära Oettinger.

Heftig kritisierte Junginger die Verwaltungsstrukturreform. Sie wäre nichts anderes als ein „Verschiebebahnhof zur Stärkung der Landräte“. Einschlägige Erfahrungen mit den Folgen dieser „Reform“ habe man auch schon in Dossenheim mit dem Auftreten des Wirtschaftskontrolldienstes während der Kerwe gemacht. Der Engstirnigkeit der christdemokratischen Bildungspolitik setze die SPD den Ausbau von Ganztagesschulen, die Einführung der sechsjährigen Grundschule, die Beitragsfreiheit des letzten Kindergartenjahres, die flächendeckende Sprachförderung ab dem ersten Kindergartenjahr und das gebührenfreie Erststudium entgegen. Die Pläne Oettingers, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, lehnte Junginger ab. Die Lehre aus dem Gaskonflikt Russland-Ukraine und dem Streit um das iranische Atomkraftwerk könne nur die verstärkte Förderung alternativer Energien sein

„Ich rufe euch zu“, so Junginger zum Abschluss, „furchtlos, frei, europäisch, demokratisch und kompetent wollen wir den Wahlkampf bis zum 26. März 2006 bestreiten. Wir setzen nicht auf Platz, sondern auf Sieg“.