Radschnell- und neuer Radrundweg

Veröffentlicht am 01.07.2019 in Kommunalpolitik

Der Bau von Radschnellwegen (RSW) ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Hinblick zu einer CO2-
freien Verkehrswende. Dies gilt ganz besonders für die Strecke zwischen Heidelberg und Mannheim.
Hier ergänzt ein RSW das Angebot der S-Bahnen, der Linie 5 (OEG) und der Autobahn A 656. Eine
Machbarkeitsstudie des federführenden Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP) zur Streckenführung
eines RSW zwischen Heidelberg und Mannheim kam zu dem Ergebnis, dass 3 Trassenführungen
möglich sind:

- Variante 1: entlang der Autobahn A 656
- Variante 2: entlang der OEG-Strecke (südlich des Neckars, HD-Wieblingen-Edingen-MA)
- Variante 3: eine Nordtrasse (nördlich des Neckars, HD-Ladenburg-Ilvesheim-MA)
Die Machbarkeitsstudie bevorzugt die Variante 3: „Die 3. Variante ist hinsichtlich der
Erschließungswirkung und Verlagerungspotentiale als gleichwertig mit der 2. Variante zu sehen. Sie hat indes den Vorteil, dass sie als einzige Variante nicht durch Schutzgebiete führt und daher die Herstellung einer 4,00m breiten Radverkehrsstraße mit begleitenden Fußwegen am verträglichsten durchführbar scheint. Ein weiterer Vorteil der 3. Tasse sind die zum Teil deutlichen
Reisezeitenvorteile gegenüber bestehenden ÖPNV-Verbindungen“ (vgl. Machbarkeitsstudie S.66).
Daher qualifizierte das RP die 3. Variante auch als „Vorzugstrasse“.
Aus Dossenheimer Sicht ist ebenfalls die 3. Variante interessant: Aus dem Neuenheimer Feld
kommend verläuft sie auf dem Neckartal-Radweg über den Schwabenheimer Hof, Neubotzheim nach Ladenburg. Die Dossenheimer SPD hat sich daher der Bewertung des RP angeschlossen: Die 3. Variante führt durch keine Schutzgebiete, sie bringt Zeitvorteile, hat den geringsten
Flächenverbrauch (vgl. Machbarkeitsstudie S.21) und würde durch die direkte Verbindung zum
Neuenheimer Feld eine Verkehrsentlastung für die B3 bringen.
Aufgrund des Widerstands der Schwabenheimer und Neubotzheimer Landwirte hat sich das RP nun für eine Kombivariante entschieden, die die Interessen der Landwirte berücksichtigt, aber für die Allgemeinheit mehr Nachteile bringt. Der endgültige Verlauf beginnt nun südlich des Neckars, führt über Wieblingen und Edingen über den Neckar nach Ladenburg und fädelt sich dort in den Verlauf der 3. Variante nördlich des Neckars über Ilvesheim nach Mannheim ein.
Im Unterscheid zur Behauptung des RP bringt die Kombivariante aber nicht nur Vorteile:
- Eine direkte Anbindung des Neuenheimer Feld erfolgt damit nicht mehr.
- Sie ist 2,3 km länger und damit auch teurer als der ursprüngliche Verlauf.
- Der Flächenverbrauch ist größer.
- Unklar bleibt, inwieweit die neue Streckenführung Schutzgebiete tangiert.
- Wegen der parallel fahrenden Linie 5 existiert ein direktes Konkurrenzangebot zum RSW.
Die von den Landwirten erhoffte Minderung des Radverkehrs zwischen Dossenheim und Ladenburg
wird nicht eintreten, sondern der Radverkehr wird eher noch zunehmen:
- Durch die Anbindung des Römerwegs an den RSW in Ladenburg wird diese Route als wichtiger
Zubringer noch attraktiver werden.
- Die Dossenheimer und Ladenburger Radler/innen wechseln sicher nicht zur neuen Route über
Wieblingen und Edingen.
- Für die Radler/innen des Rhein-Neckar-Raums wird durch die neue Streckenführung ein schöner
Radrundweg entstehen: Dossenheim-Schwabenheimer Hof-Neubotzheim-Ladenburg mit
Kaffeepause auf dem Marktplatz und dann über die Fähre oder die neue Brücke den RSW über
Edingen, Wieblingen, Heidelberg nach Dossenheim zurück.

 

Termine

Zur Zeit keine Termine

 

 

Mach mit!

Ansprechpartner:

Matthias Stammler

 

 

 

 

 

Counter

Besucher:764535
Heute:28
Online:2