„Wir wollen den Charakter Schwabenheims als Mischdorf erhalten“, war die einhellige Zielformulierung der beiden Vertreter des Ortsteilvereins Schwabenheim Herr Clausen und Herr Hack. Auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand des SPD-Ortsvereins beschrieben sie dieses Selbstverständnis genauer: Landwirtschaft, Gewerbe und Wohnen sollen in einem ausgewogenen Verhältnis den Dossenheimer Ortsteil weiterhin prägen.
Vier Vollerwerbslandwirte (Bühler, Fischer, Gundt, Hack) haben sich durch Ackerbau, Viehhaltung, Pferde, Direktverkauf und Vermietungen an Gewerbebetriebe krisensichere Standbeine geschaffen. Neben dem „Großbetrieb“ AVR nutzen einige kleinere Gewerbebetriebe die günstige Verkehrslage Schwabenheims. Die schöne Lage direkt am Neckar und das Betreuungsangebot des örtlichen Kindergartens machen Schwabenheim auch zu einem attraktiven Wohnort für junge Familien.
Mit drei baulichen Strukturmaßnahmen will sich der Ortsteilverein zukünftig intensiver beschäftigen: Das alte Waagehäuschen am Ortseingang soll restauriert und zu einem kleinen Schwabenheimer „Informationszentrum“ ausgebaut werden. Mittelfristig soll auch das Erscheinungsbild der Ortsstraße verändert werden. Dabei soll der Charakter als zentrale Erschließungsstraße sowohl für die Landwirte als auch für die zahlreichen Besucher/innen der Gaststätte „Zum Anker“ gewährleistet werden. Überlegungen, die Ortsstraße zu einer „Fußgängerzone“ oder zu einer „Spielstraße“ umzuwidmen, widersprächen dem „Mischdorfcharakter“, waren sich beide Vertreter des Ortsteilvereins einig. Schließlich will man noch als drittes Projekt eine Verschönerung des Ortsausgangs Richtung Neckar erreichen.
Der SPD-Vorstand würdigte die wichtige Vermittlerfunktion des Ortsteilvereins zwischen der Schwabenheimer Bevölkerung und dem Gemeinderat und sagte weiterhin seine Unterstützung zu.