In einem Antrag zur Abstimmung im Gemeinderat bittet die SPD-Fraktion, das Sozialamt in die ehemaligen Räume des Grundbuchamtes zu verlegen.
Motivierte und engagierte Mitarbeiter im Rathaus und eine moderne Organisation und Ausstattung sind wichtige Voraussetzungen zur Nutzung des Rathauses als bürgernahes Dienstleistungszentrum. Eine bürgernahe Verwaltung mit „kurzen Wegen“ und bürgerfreundlichen Öffnungszeiten ist in Dossenheim durch die Einrichtung des „Bürgerbüros“ in idealer Weise verwirklicht. Aus räumlichen Gründen konnten diese Grundprinzipien bisher für das Sozialamt nicht umgesetzt werden.
Die Inanspruchnahme sozialer Leistungen ist für viele Bürgerinnen und Bürger mit Scham besetzt. Gerade in einem Dorf, wo sich viele Menschen noch kennen, sollte die Lage des Sozialamts im Rathaus leicht zugänglich sein und eine gewisse Diskretion gewährleisten.
Die derzeitige Lage des Sozialamts mit seinem Wartebereich direkt am Treppenaufgang ins Obergeschoss des Rathauses erschwert in zweierlei Hinsicht den Zugang zu diesen notwendigen Hilfeleistungen:
1) Die Treppe ist für gehbehinderte (alte) Menschen ein großes Hindernis.
2) Die Platzierung des Wartebereichs direkt am Treppenaufgang stellt ein hohes Maß an Öffentlichkeit her. Die dadurch fehlende Diskretion macht es für manche Bürgerinnen und Bürger unmöglich, soziale Hilfeleistungen zu beantragen, auf die sie eigentlich einen Rechtsanspruch hätten.
Die Verlagerung des Grundbuchamtes nach Mannheim macht Räume im Erdgeschoss für die Einrichtung eines bürgernahen und diskreten Sozialamtes möglich. Außerdem möchten wir anregen, ob man den Begriff „Sozialamt“ nicht durch „Bürgerbüro für soziale Angelegenheiten“ ersetzen sollte.