Wanderungstipp auf den ehemaligen Transportwegen für die ErrichtungAm Freitag, den 22.11.2024, fand in Schriesheim eine sehr gute besuchte Informationsveranstaltung von Energiewende Bergstraße e.V. und ÖKOstromer Dossenheim statt. In dieser 2-stündigen sehr geordnet ablaufenden Veranstaltung konnten zahlreiche Fragen rund um Windkraftanlagen beantwortet werden. Wir können die Aussage unseres Bürgermeisters David Faulhaber nur unterstützen, dass die Diskussion über Windkraftanlagen auf Wahrhaftigkeit beruhen muss. Die Dramatik der Klimakrise wurde von Clara Brombacher als Vertreterin von Fridays-for-Future nochmals allen deutlich vor Augen geführt.
Das 1,5 Grad Klima Ziel haben wir bereits jetzt verfehlt. Daher ist der Tritt in den Hintern der Politik durch Fridays-for-Future leider mehr als notwendig. Da müssen wir uns als SPD auch an die eigene Nase fassen.
Der Klimawandel bedroht den Wald
Eine immer wieder vorgebrachte Behauptung ist, dass Windkraftanlagen den Wald schädigen. Der Klimawandel hat dafür gesorgt, dass mehr als 40% des Waldes bei uns schwer geschädigt sind. Einige Baumarten werden wir verlieren und müssen diese sowieso durch hitze- und trockenresistentere Arten ersetzen. Ein Windpark macht den Wald nicht zum Industriegebiet. Sehr wohl ist unser Wald aber ein Wirtschaftsgebiet, in dem Fortwirtschaft betrieben wird. Trotz oder vielmehr wegen der Forstwirtschaft nimmt die Waldfläche in Dossenheim zu. Zudem muss für jede gerodete Waldfläche eine Ausgleichsfläche geschaffen werden, die dann mit klimaangepassten Baumarten bepflanzt werden kann. Moderne Windkraftanlagen und die Transportfahrzeuge kommen zumeist mit den vorhandenen Wegen des Forstes aus, Verbreiterungen durch Schotterung sind vorübergehend. Wir können allen Interessierten nur raten, eine in Betrieb befindliche Windkraftanlage und den umgebenden Wald anzusehen und auch anzuhören.
Artenschutz muss beachtet werden
Ein relevantes Problem bei jeder Windenergieanlage ist der mögliche Einfluss auf dafür sensible und gleichzeitig bedrohte Tierarten. Deshalb gibt es hierfür zahlreiche Vorschriften zu beachten, die umfassende Prüfungen verlangen. Dabei sollten Naturschutzverbände wie BUND und NABU einbezogen werden. Jedes einzelne Windrad muss hierbei in der Planung, beim Aufbau und im Betrieb gründlich auf die Umweltverträglichkeit überprüft werden. Aber auch hier können Korrekturen und Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen werden, ebenso Maßnahmen im Betrieb der Anlage. Dazu gehören z.B. automatische Abschaltungen für Flugzeiten von Fledermäusen. Es können sich aber im Rahmen der Prüfung einzelne Standorte aufgrund des Artenschutzes noch als ungeeignet herausstellen.
Energiewende nicht ohne Windkraft
Windräder wird man leider sehen können und diese werden das Landschaftsbild prägen. Zu berücksichtigen ist aber, dass alle anderen Energieträger auch große Eingriffe in die Natur bedeuten, nur eben anderswo. Ohne Windkraft werden wir die Energiewende nicht schaffen, wir werden dann mehr Natur verlieren und noch mehr Wetterkatastrophen erleben müssen. Bei fanatischen Windkraftgegnern ist leider keine Kompromissfähigkeit zu erwarten, da man jedwede Lösung ablehnen wird. Deshalb ist auch die teils sehr kreative Argumentation nicht verwunderlich. Die SPD Dossenheim empfiehlt sich an seriöse Informationsquellen zu halten und alle Informationen kritisch zu prüfen. Dabei unterstützen wir ausdrücklich die Positionen des Vereins Energiewende Bergstraße e.V..
Weitere Informationen: https://energiewende-bergstrasse.de/