2012 hat die grün-rote Landesregierung beschlossen, Schulsozialarbeiterstellen zu einem Drittel zu finanzieren, wenn Kommunen und Landkreise sich ebenfalls zu je einem Drittel beteiligen.
Auf Basis dieser politischen Entscheidung beantragte die Dossenheimer SPD-Fraktion die Anstellung eines Sozialarbeiters für beide Grundschulen, was auch vom Gemeinderat – allerdings nur in einem Umfang einer halbe Stelle - beschlossen wurde. Seit September 2014 bietet nun der Postillion e.V. die Schulsozialarbeit für die ca. 390 Schüler an.
In seinem Bericht im Kinder- und Jugendausschuss fasste Schulsozialarbeiter Anselm Heiss seine Tätigkeit zusammen. Er ist momentan an zwei Vormittagen an der Neubergschule und einem Vormittag und einem Nachmittag an der Kurpfalzschule verbindlich vor Ort. Durch die Präsenz der Schulsozialarbeit an festgelegten Tagen haben die Schüler die Möglichkeit ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und sich in Problemsituationen Rat holen.
Laut Herrn Heiss seien in Einzelgesprächen mit Schülern behandelte Themen beispielsweise:
- Streitigkeiten unter Schülern
- Schwierigkeiten, Klassenregeln einzuhalten
- Defizite sozialer Kompetenzen
- Schwierigkeiten bei der Reflexion des eigenen Verhaltens der Schüler
Das Angebot der Schulsozialarbeit in Dossenheim beinhalte aber auch die Arbeit in und mit den Klassen. Hierbei besucht der Schulsozialarbeiter die Klassen und versucht Konflikte zu lösen. Bei Elterngesprächen steht die Schulsozialarbeit ebenfalls zur Verfügung. Wichtig ist der regelmäßige Austausch mit Lehrerinnen und regelmäßige Treffen mit der jeweiligen Schulleitung, um sich über Ergebnisse, Konzeption und zukünftige Projekte auszutauschen.
Schließlich legte Herr Heiss zusammenfassend für das Schuljahr 2015/2016 die folgenden „Einsatzzahlen“ vor:
- Einzelfallhilfe: 18
- Beratungsgespräche mit Lehrern: 17
- Beratungsgespräche mit Eltern: 8
- Gruppenarbeit mit Schülern: 15
- Projekte in Klassen: 22
Aufgrund dieser erfolgreichen Arbeit, der Erweiterung des Ganztagsangebots an der Kurpfalzschule und der notwendigen Integration der Flüchtlingskinder befürwortet die SPD-Fraktion die Aufstockung der halben auf eine dreiviertel Stelle für die Schulsozialarbeit.