Wenig Innovation und Zukunftsperspektive

Veröffentlicht am 06.05.2016 in Gemeindenachrichten

 „Von einer Koalition mit einer so deutlichen Mehrheit, hätte ich mehr Innovation und Zukunftsperspektive erwartet. Dieser Koalitionsvertrag bedeutet vor allem Stillstand für Baden-Württemberg“, bewertet der Gerhard Kleinböck den am Montag (02.05.2016) vorgestellten Koali­tions­vertrag zwischen Grünen und CDU.

Als Bildungs- und Integrationspolitiker sieht er unter anderem den Weg­fall des Integrationsministeriums sehr kritisch: „Das ist doch ein bedenk­liches Signal vor dem Hintergrund, dass die Integration vieler Flüchtlinge weiterhin eine zentrale Aufgabe in Baden-Württemberg sein wird. Dass zudem das Ressort Europa aus der Regierungszentrale entfernt und in ein anderes Ministerium eingegliedert wird, halte ich ebenfalls für ein Zeichen des Rückschritts“.

Die Pläne, dem Sozialministerium den Bereich Arbeit wegzunehmen und ihn stattdessen dem Wirtschaftsministerium unterzuordnen, zeige unter welchen Gesichtspunkten die beiden Koalitionsparteien das Ressort Arbeit bewerten. „Hier wird deutlich, dass unter grün-schwarz auf Kos­ten der Arbeitnehmer Politik gemacht werden wird“, bedauert der SPD-Landtagsabgeordnete die Abwertung des künftigen Sozial­ministeriums.

Der große Bereich der Digitalisierung sei bislang nicht mehr als „leere Phrasen“. Die vorgesehenen Investitionen in Straße, Schiene, Hochschu­len und Hochbau in Höhe von 500 Millionen Euro seien sicherlich gut gemeint, blieben aber angesichts ihrer Verteilung auf die ganze Legis­latur­periode vom Volumen her weit hinter den Finanzmitteln zurück, welche hier die SPD in der Vorgängerregierung über fünf Jahre hinweg durchgesetzt habe.