Die Bemühungen für eine aktive Teilnahme der Sozialdemokraten an den Entscheidungen der Gemeinde und die Versuche einer Einflussnahme im Sinne der eigenen Vorstellungen und Forderungen stießen auf erhebliche Widerstände. Die Folgen für die Mitglieder der SPD waren oft persönliche Schwierigkeiten und Diffamierungen.
Dossenheim war nahezu ausschließlich von landwirtschaftlichen Betrieben und den Steinbrüchen geprägt. Die Steinbrecher und Steinhauer fühlten sich - von wenigen Ausnahmen abgesehen - auf einer sozial höheren Stufe als Knechte, Tagelöhner und Fabrikarbeiter, da sie meistens aus dem Ort stammten und häufig auch noch als Nebenerwerbslandwirte tätig waren. Ähnliches galt auch für einen erheblichen Teil der ansässigen Handwerker, Fuhrleute und anderen Arbeiter. Neben den daraus resultierenden überwiegend, konservativ geprägten Einstellungen waren auch die Kirchen und insbesondere die in Dossenheim überwiegenden Katholiken gegen die Tätigkeit der Sozialdemokratie eingestellt.
Zusätzlich zu diesen örtlich bedingten Schwierigkeiten für die SPD verhinderte das damalige Kommunalwahlrecht eine der Wählerzahl entsprechende Vertretung in den Selbstverwaltungsgremien der Gemeinde: dem Bürgerausschuss mit 60 Mitgliedern und dem Gemeinderat mit 6 Mitgliedern. Wahlberechtigt waren nämlich nur vermögende Einwohner oder regelmässige Steuerzahler, deren jährliche Abgaben Über einem Mindestbetrag lagen. Die Wähler waren je nach Steuerhöhe in drei Klassen eingeteilt, wobei jede Klasse unabhängig von ihrer Grösse ein Drittel der Gemeindeverordneten zu wählen hatte. Da die Sozialdemokraten und ihre Anhänger entweder wegen zu geringen Einkommens überhaupt nicht wahlberechtigt waren oder ganz überwiegend der größten Klasse der "Niederbesteuerten" angehörten, waren die Wahlergebnisse nicht repräsentativ. 1911 lässt sich das erste Mal nachweisen, dass nach einer gemeinsamen Wahlvorschlagsliste der SPD zusammen mit anderen ein Sozialdemokrat Mitglied des Bürgerausschusses wurde - Philipp Sauer. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörten nur zwei Sozialdemokraten diesem Gremium an. Ebenfalls von 1911 liegt der erste Nachweis dafür vor, dass der Ortsverein sich mit einem eigenen Wahlvorschlag an den Gemeinderatswahlen beteiligte; vorgeschlagen waren Philipp Sauer, Wilhelm Sauer, Jakob Kasper und Johann Schmitt. Bis 1919 brachten alle Wahlen zu diesem Gremium für den Ortsverein jedoch keinen Erfolg.