Aus den Reihen des Gemeinderates und der Verwaltung wird immer wieder behauptet, die SPD wäre gegen den Neubau des Hanna-und-Simeon-Heimes. Sowohl Ortsverein als auch Fraktion waren von Beginn an der Meinung, dass Dossenheim ein neues Hanna-und-Simeon- Heim braucht. Die SPD war auch immer der Meinung, dass dieser Neubau durch die Gemeinde finanziell flankiert werden muss.
Der Widerstand der SPD richtet sich einzig und allein gegen die gesellschaftsrechtliche Einbindung der Gemeinde in den Betrieb des Heimes, weil sich genau diese Konstruktion beim alten Hanna-und-Simeon-Heim als nicht tragfähig erwiesen hat. Der momentane Betreiber des Heimes die „Hanna-und-Simeon gGmbH“, an der die evangelische Kirchengemeinde Dossenheim mit 70% und die politische Gemeinde mit 30% beteiligt ist, weist seit ihrer Gründung Verluste aus. In der Bilanz von 2009 haben sich diese zu einem Schuldenbestand von rund 420.000,00 Euro aufsummiert. Bis jetzt hat weder die Kirchengemeinde noch die politische Gemeinde dem Gemeinderat ein Konzept zur Tilgung dieser Schulden vorgelegt. Anstatt nun für den Neubau des Heimes einen klaren Schnitt zu machen und den Betrieb des Heimes allein einem professionellen kirchlichen Träger zu übergeben, wird nun eine komplizierte, neue Träger-Gesellschaft gegründet, an der neben der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde auch noch die Stadtmission beteiligt ist.
Gegen dieses Dossenheim-spezifische Konstrukt – und nur dagegen – richtet sich unser Widerstand.