In einer Sitzung mit den Ortsvereinsvorsitzenden des Bundestagswahlkreises Heidelberg-Weinheim teilte Lothar Binding mit, dass er wieder als Wahlkreiskandidat zur Bundestagswahl 2013 antreten werde. Seit 1998 ist Lothar Binding Mitglied des Deutschen Bundestags und arbeitet dort schwerpunktmäßig im Finanz- und Hauptausschuss.
Die SPD im Wahlkreis Heidelberg-Weinheim will im Bundestagswahlkampf 2013 die soziale Spaltung der Gesellschaft thematisieren. Ausufernde Steuersenkungen auf Pump hätten sich als Irrweg erwiesen, die Ära des Neoliberalismus sei vorbei, sagte der Bundestagsabgeordnete.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten bis zur Bundestagswahl sagte Binding, der Ideologie des FDP-Neoliberalismus setze die SPD soziale Marktwirtschaft und Gerechtigkeit entgegen. Auch der Ladenburger Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck machte deutlich, dass die Sozialdemokraten nicht mit persönlichen Angriffen auf das Regierungspersonal punkten wollen, sondern mit den „brennenden politischen Inhalten“ der Bürgerinnen und Bürger. Die gegenwärtige Regierung zehre noch stark von den Leistungen der Vorgänger, wie Konjunkturprogramme, Kurzarbeitergeld. Binding sagte, seine Partei müsse weiterhin stark für die Interessen der Arbeitnehmer streiten. „Wir stehen für faire Löhne, deshalb braucht Deutschland wenigstens einen gerechten Inflationsausgleich“, sagte er. Gefragt seien gesetzliche Mindestlöhne, gleiche Bezahlung für Leiharbeiter und auch deutlich höhere Tariflöhne. Wer Geld für eine Steuersenkung in Höhe von sechs Milliarden Euro hat – zu 80% für die höheren Einkommen – aber kein Geld für höhere Tariflöhne, habe ein Erklärungsproblem, so der Finanzexperte.