Rückenwind für die Energiewende: SPD Dossenheim wandert im Windpark am Greiner Eck

Veröffentlicht am 07.10.2024 in Kommunalpolitik

Über Windenergie als Bestandteil der Energiewende wird teilweise emotional diskutiert. Um gut informiert an einer sachlichen Diskussion teilnehmen zu können, ist die SPD Dossenheim am Tag der Deutschen Einheit zu einer Waldwanderung an das Greiner Eck aufgebrochen. Weil es im Rhein-Neckar-Kreis noch keine einzige Windkraftanlage gibt, musste die Wanderung nach Hessen auf das Gebiet von Neckarsteinach nahe der Grenze zu Baden-Württemberg und der Gemeinde Schönau führen. Dort stehen fünf laufende Windenergieanlagen (WEA), die im Jahr 2016 erreichtet wurden.

Mit dabei aus Neckarsteinach waren Herold Pfeifer, Bürgermeister a.D. und die SPD-Bundestagskandidatin für 2025 im Wahlkreis Bergstraße, Marlene Pfeifer. Die Besichtigung der Windkraftanlagen wurde von Dr. Jochen Ohl geführt, Geschäftsführer von 3P Energieplan GmbH aus Viernheim.

Wer sich ernsthaft sich mit Windenergie und den Auswirkungen auf die Umwelt befassen will, der muss dort wandern, wo solche Anlagen stehen. Deshalb führte der Weg von Wanderparkplatz Kreuzschlag kurz vor dem Ortsteil Grein nach Norden zur WEA 3. Bei diesem Weg handelte es sich um genau den Weg, über den die Materialien für die Anlage transportiert wurden. Überrascht war man, dort einen normalen Waldweg vorzufinden und keine Autobahn. Zu sehen waren bei der Wanderung Waldschäden durch Hitzestress und Borkenkäfer, aber nicht durch den Bau der Anlage. Die Wanderung endete an der WEA 5, wo bei einem Unterstand eine Ladestation für E-Bikes eingerichtet wurde.

Beeindruckend waren die zahlreichen Maßnahmen, um den Anforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden. Dazu gehören die automatischen Abschaltungen für Flugzeiten von Fledermäusen sowie bei Sonnenschein in Richtung bewohntes Gebiet, um den flackernden Schattenwurf zu vermeiden. Dafür musste die Anlage in der Summe etwa 30 Tage pro Jahr stillstehen, während Mangel an Wind und Wartungen zu etwas 2 Wochen Stillstand führten. Trotzdem haben die Leistungsdaten der Anlage die Erwartungen übertroffen.

Nicht ohne Stolz erzählte der ehemalige Bürgermeister von Neckarsteinach von seinem persönlichen Engagement für diesen Windpark. Im Zuge dieses Projektes konnte in Neckarsteinach der Breitbandausbau finanziert werden und für die Gemeinde durch den Ertrag eine finanzielle Entlastung erreicht werden.

Die Energiewende kann man nur schaffen, wenn alle ihren Beitrag leisten und alle alternativen Energiequellen genutzt werden. Dabei legt die SPD Wert darauf, dass für die Bürgerinnen und Bürger finanzielle Belastungen gering gehalten werden und eine Beteiligung an den Erträgen einer solchen Anlage ermöglich wird. Beispielhaft ist dafür am Greiner Eck die WEA 2, die von der Energiegenossenschaft Starkenburg eG betrieben wird.