
Beim Bürgerentscheid und der Energiewende geht es um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, denn diese werden die Folgen des Klimawandels noch mehr spüren als die aktuelle ältere Generation. Am 9.11.2025 sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren stimmberechtigt, die seit mindestens 3 Monaten in Dossenheim wohnen und die Staatsbürgerschaft eines EU-Staates haben. Es ist mehr als befremdlich, wenn sich die erste Vorsitzende von Gegenwind Bergstraße e. V. und Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens gegenüber der RNZ äußert, dass es nicht sinnvoll sei, wenn jemand in einem so jungen Alter wählen oder abstimmen darf.
Der Hintergrund für diese Äußerung ist, dass Energiewende Bergstraße e. V. in Schriesheim gezielt Erstwählerinnen und -wähler angeschrieben hat. Es ist Meldebehörden gestattet, Parteien und Wählergruppen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen Auskunft aus dem Melderegister zu erteilen, was Gegenwind offensichtlich nicht bekannt war.
Jugendgemeinderat beteiligt an Diskussion
Bei der Informationsveranstaltung der Gemeinde Dossenheim am 23.10.2025 haben die drei Mitglieder des Jugendgemeinderates die Anwesenden schwer beeindruckt. Nicht zu Unrecht machte die RNZ „Am Ende trumpfte die Jugend auf“ zur Schlagzeile. Ohne auf eine repräsentative Umfrage zurückgreifen zu können, scheint in der jungen Generation das Problembewusstsein für den Klimawandel sowie die Akzeptanz für Windkraftanlagen im Wald deutlich ausgeprägter zu sein. Das sieht Gegenwind offensichtlich auch so und fürchtet eine hohe Wahlbeteiligung junger Menschen. 26 Jugendgemeinderäte von Dossenheim und Schriesheim haben sich in einem gemeinsamen Statement auf Social Media klar für Windkraft am Weißen Stein positioniert.
Bei der Stimmabgabe zum Bürgerentscheid sollten wir alle uns darauf besinnen, um wen und was es eigentlich geht: Die Zukunft unserer Jugend und kommender Generationen. Dann können wir unser Kreuz eigentlich nur bei NEIN machen.