Im Jahre 1991 als reines Abfallbeseitigungsunternehmen des Rhein-Neckar-Kreises gegründet, entwickelte sich die AVR in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten zu einem modernen, leistungsstarken und vielseitigen Dienstleistungsunternehmen mit einer Belegschaft von insgesamt 560 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Davon konnten sich Mitglieder der SPD aus dem Rhein-Neckar-Kreis bei einem Informationsbesuch am Sitz des Unternehmens in Sinsheim überzeugen. Vereinbart hatte diesen Besuch Sinsheims ehemaliger Bürgermeister und langjähriger Kreisrat Helmut Beck, der die AVR mitgegründet sowie in Sinsheim angesiedelt hatte und deren stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender er bis zum Jahre 2009 war.
AVR-Geschäftsführer Alfred Ehrhard stellte in seinem Einführungsreferat die rasante Entwicklung und die breite Angebotspalette des Kreisunternehmens vor, dem ursprünglich als Folge des damaligen Landesabfallgesetzes ausschließlich die Aufgabe der Abfallbeseitigung im Rhein-Neckar-Kreis übertragen wurde. Bedingt durch neue Anforderungen und gesetzliche Vorgaben hat sich die AVR zwischenzeitlich von der reinen Abfallbeseitigung über die Abfallverwertung hin zur Abfallwirtschaft entwickelt. Es sind jedoch mit den Jahren noch eine stattliche Reihe weiterer Aufgaben hinzugekommen, die weit über die reine Abfallwirtschaft hinausgehen, wie Geschäftsführer Alfred Ehrhard ausführte. So ist das Kreisunternehmen zwischenzeitlich im Bereich der Gebäudereinigung, insbesondere Verwaltungsgebäude und Schulen, mit 170 sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern am Markt und als jüngstes Kind ist vor einigen Jahren der Bereich Energieversorgung hinzugekommen, was derzeit gerade im Stadtbild von Sinsheim durch verschiedene Baustellen unübersehbar ist. Dort wird zurzeit ein Wärmenetz aufgebaut, das von dem im Bereich der Deponie „Saugrund” neu errichteten Biomasseheizkraftwerk beschickt wird und das in einigen Jahren fast im gesamten Bereich des Zentralortes Sinsheim Anschluss-möglichkeiten anbieten kann. Aber damit nicht genug: So wurde bereits vor einiger Zeit auf dem abgeschlossenen Bereich der Kreisdeponie Sinsheim eine große Photovoltaikanlage errichtet und auch das Thema Windkraft ist aktuell auf der Agenda. In diesem Segment, so Geschäftsführer Ehrhard, will man vorrangig mit örtlich agierenden Organisationen zusammenarbeiten und auch der Bevölkerung die Möglichkeit einer Beteiligung anbieten - Stichwort „Bürgerenergiegenossenschaft”.