Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck informierte bei einem Treffen der SPD-Ortsvereins-vorsitzenden seines Wahlkreises über die Einführung der neuen Gemeinschaftsschulen. Man sei sehr zufrieden mit der Akzeptanz der neuen Gemeinschaftsschule in den Kommunen des Landes.
„Weit über die 34 Starterschulen hinaus sind wir bei Kommunalpolitikern, Eltern und vor allem bei vielen Lehrkräften auf eine sehr, sehr positive Resonanz gestoßen", erklärte Kleinböck. Insbesondere diejenigen Schulen, die seit Jahren darauf warteten, ihre modernen pädagogischen Ansätze mit Unterstützung des Kultusministeriums umsetzen zu können, hätten regelrecht begeistert reagiert. Darüber hinaus sei eine rege Diskussion um die Einführung einer Gemeinschaftsschule in vielen Städten und Gemeinden des Landes entstanden. „Es zeigt sich jetzt deutlich, dass viele Lehrkräfte und Eltern eine Bildungspolitik herbeigesehnt haben, die die Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten sowie ein längeres gemeinsames Lernen unterstützt."
In den 34 Starterschulen in Baden-Württemberg, in Schulen, die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden, sowie in vielen Schulen im Ausland könnten sich Besucher von den Vorteilen der Lernprozesse in Gemeinschaftsschulen überzeugen. „Sie erleben in Gemeinschaftsschulen, mit welcher Begeisterung und Konzentration die Kinder und Jugendlichen lernen und wie erfüllt und engagiert die Pädagoginnen und Pädagogen in ihrer neuen Rolle als Gestalter der Lernumgebung und als Lernberater agieren."
Insgesamt gehe die Unterstützung der Gemeinschaftsschule weit über die 34 Starterschulen hinaus. So wollten auch die rund 15 weiteren Schulen, die zum engsten Bewerberkreis gehört hatten, aber noch nicht als Starterschule benannt werden konnten, ihre Anstrengungen fortsetzen und, falls sie die notwendige Schülerzahl erreichen, spätestens im Schuljahr 2013/14 einsteigen. Das pädagogische Konzept spreche inzwischen viele andere Städte und Kommunen an, etwa Friedrichshafen, Ulm, Heilbronn oder Ravensburg. Abzusehen sei auch, dass der zweite Jahrgang der Gemeinschaftsschulen im Schuljahr 2013/14 eine Reihe von Realschulen umfasse. Das Kultusministerium ist mittlerweile auch mit Gymnasien zum Thema Gemeinschaftsschulen im Gespräch.
Die Unterstützung der Gemeinschaftsschule führe nicht zur Benachteiligung der bestehenden Schularten, betonte Kleinböck. „So erhielten die fünften und sechsten Klassen der Gymnasien eine Poolstunde mehr. Und die Realschulen würden mit zusätzlichen Deputaten sowie der Einführung einer Kompetenzanalyse unterstützt, um die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler für ihre berufliche Orientierung zu analysieren und zu stärken.
Positiv sei auch zu vermelden, wie im Land inzwischen die Rahmenbedingungen für die Einführung der Gemeinschaftsschule diskutiert würden. Von Wirtschaft und Handwerk über die Gewerkschaften bis hin zu den Kommunalen Landesverbänden gebe es Forderungen und Vorschläge, um die neue Schulart zu befördern. „Hier wird deutlich, dass viele gesellschaftliche Gruppen den Erfolg der Gemeinschaftsschule wünschen und uns beim Ausbau der neuen Schulart unterstützen", stellte Kleinböck abschließend fest.