SPD trifft sich mit „Pro Dossenheim“

Veröffentlicht am 21.02.2012 in Gemeindenachrichten

Im Zuge der Neuauflage des Regionalplans der Metropolregion Rhein-Neckar ist jede Gemeinde aufgefordert, Flächen innerhalb ihrer Gemarkung als neue Wohn- oder Gewerbegebiete zu beantragen. In Dossenheim stehen im aktuellen Regionalplan lediglich noch die Flächen 3b und 3c (siehe Karte) als Reserveflächen zur Ansiedlung von Gewerbe zur Verfügung. Zur „Arrondierung“ dieser Flächen böte es sich an, für den neuen Regionalplan die Fläche 3a als zusätzliche Gewerbefläche zu beantragen.

Um dies zu verhindern, hat sich die Bürgerinitiative „Pro Dossenheim“ gegründet. In einer gemeinsamen Sitzung hat die Initiative ihre Forderungen dargelegt: „Ein wertvoller Teil des Dossenheimer Feldes würde durch eine Bebauung verloren gehen. Besonders bedeutsam für viele Dossenheimer, seien es Familien mit Kindern, ältere Mitbürger wie auch entspannungssuchende Berufstätige, ist der Erhalt von kurzen, ebenen Wegen in die Naturgebiete.“

Einig waren sich beide Seiten, dass in Dossenheim keine neuen Wohngebiete mehr ausgewiesen werden sollen. Angesichts der demografischen Entwicklung muss das Hauptaugenmerk auf die Verhinderung von Leerständen bei vorhandenen Wohnungen gerichtet werden. Einig war man sich auch, dass die Aufnahme der Fläche 3a (siehe Karte) als Gewerbefläche in den Regionalplan abzulehnen ist. Die dadurch entstehende gesamte Gewerbefläche 3 entspricht in ihrer Größe etwa dem bestehenden Wohngebiet „West 2“ und ist damit sowohl der SPD als auch der Bürgerinitiative „Pro Dossenheim“ zu groß.

Allerdings ist die SPD gegen die völlige Herausnahme der Gewerbefläche 3 aus dem Regionalplan:

  • Bereits in der Gerhard-Hauptmann-Str. ansässige, kleine mittelständische Betriebe müssen Erweiterungsmöglichkeiten Richtung Norden haben.
  • Für mögliche Umsiedlungen innerörtlicher Betriebe müssen Reserveflächen in Dossenheim zur Verfügung stehen.
  • Sowohl aus sozialen als auch aus ökologischen Gründen müssen vorhandene Arbeitsplätze in Dossenheim gesichert und neue geschaffen werden.

Die SPD schlägt daher vor, die Fläche 3b aus dem Regionalplan als Gewerbefläche herauszunehmen und lediglich die Fläche 3c als Gewerbefläche für den neuen Regionalplan zu beantragen.