Nicht alles, an das man sich im Laufe der Jahre (Jahrzehnte) gewöhnt hat, muss auch schön sein. Beispiel: der eher an einen Lagerschuppen erinnernde Flachbau am OEG-Bahnhof. Die städtebaulichen Entwürfe der Studenten der TU-Darmstadt kritisierten diesen Bau an einem derart zentralen Platz. Stellt dieser Platz doch ein „Eintrittstor“ für OEG-Nutzer in den alten Ortskern aber auch über die Neckarstraße ins Neubaugebiet „West-I“ dar. Daher fordern die Architekturstudenten dessen Umgestaltung zu einem „Torplatz“ mit einem repräsentativeren Gebäude.
Aber nicht nur ästhetisch lässt das vorhandene „Gebäude“ zu wünschen übrig. Seine Lage nahe am OEG-Gleis lässt wenig Raum für eine sichere Überquerung der Bundesstraße sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger.
Bisher scheiterten alle Umgestaltungsideen seitens der Gemeinde an den existierenden Eigentumsverhältnissen: Das ganze Bahnhofsgelände gehört nämlich der OEG bzw. MVV. Nun hat aber ein privater Investor Interesse an diesem Gelände bekundet und damit eröffnen sich Möglichkeiten, die notwendige Umgestaltung dieses Platzes in die Gänge zu bringen. Dabei müssen die berechtigten wirtschaftlichen Aspekte des Investors in Einklang mit den städtebaulichen Wünschen der Gemeinde gebracht werden. Aus SPD-Sicht sind folgende Kriterien zu beachten:
- Die Gestaltung und Bebauung dieses zentralen Platzes erfordern eine breite Diskussion in der Bürgerschaft.
- Das Gebäude darf den „Torplatz“-Charakter nicht überlagern. Platz und Gebäudegröße müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
- Die Überquerung der Bundesstraße Richtung Neckarstraße muss größer und sicherer werden.
- Die Option, den OEG-Bahnhof um ein drittes Bahnhofsgleis zu erweitern, muss erhalten bleiben. Nur ein drittes Bahnhofsgleis ermöglicht den Direktanschluss Dossenheims ins Neuenheimer Feld.
Die SPD Dossenheim wird diese Kriterien bei den kommenden Gesprächen einbringen.