Der Ansatz, Kindergarten, vorschulische Erziehung und Grundschule stärker miteinander zu vernetze n ist sicher ein notwendiger und richtiger Schritt. Richtig angelegt und ausgeführt, stärkt er den gesamten Entwicklungsbereich der Grundschulen in besonderer Weise.
Die „Innenarchitektur“, der inhaltliche Bezugsrahmen, ist der Bildungsplan für die Grundschule und der Orientierungsplan für den Kindergarten. Hier wird in Teamarbeit von Erzieher/innen und Lehrer/innen die Schnittmenge der Kompetenzen bestimmt, die beide Pläne beinhalten. Da gibt es eine Fülle von Themen, die gemeinsam erarbeitet werden können. In gemeinsamen Wochenanfangskreisen in der Schule oder bei Spiel- und Lerninszenierungen, die im Kindergarten stattfinden, in Forscherecken oder in der Leseecke finden sich die Kinder zusammen, spielen und lernen gemeinsam.
Dies erfordert ein hohes Engagement der beteiligten Pädagog/innen, die zur richtigen Zeit die Bedürfnisse und Interessen der Kinder kennen und weiterentwickeln. Um dies leisten zu können, stellen die am „Bildungshaus 3-10“ Beteiligten ein hohes Kontingent ihrer Zeit zur Verfügung. Dabei ist die Honorierung der engagierten pädagogischen Fachkräfte nicht gerade üppig. Pro teilnehmende Klasse erhält die Grundschule drei Anrechnungsstunden, die entsprechend der Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden. Dies ist nicht viel in Anbetracht der Zeit, die hier wirklich investiert wird. Die Gemeinden stellen Geldmittel für Material zur Verfügung. Auch das Engagement der Erzieher/innen muss gewürdigt werden. Es ist eine angemessene Entlastung, die der Träger mit der Gemeinde vereinbaren muss, festzulegen.