Am Montag war der Tag des großen Abschieds: Die Turmschule Leimen (Grund- und Hauptschule) verabschiedete ihre Hauptschulklassen. Die Neuntklässler erhielten noch ihre Zeugnisse, und Schulleiter Hans Klemm wünschte ihnen alles Gute für ihre berufliche Zukunft. Die Fünft- bis Achtklässler besuchen nach den Ferien die Geschwister-Scholl-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in St. Ilgen. Denn die beiden Hauptschulen wurden zusammengelegt, und die Turmschule wird nur noch als Grundschule geführt.
„Time to say Goodbye" tönte es gestern im Hof der Turmschule. Ganz feierlich wurden die vier Hauptschulklassen mit ihren rund 100 Schülern von den Grundschülern verabschiedet. Gerne gab Rektor Hans Klemm seine Turm-Hauptschüler nicht ab. Aber er wusste auch, dass sie bei seiner Kollegin Konstanze Stöckermann-Borst und deren Lehrerkollegium in St. Ilgen in besten Händen sein werden. Einige Hauptschullehrer/innen werden nach St. Ilgen versetzt und können dort ihre Schüler weiter unterrichten.
Um den historischen Moment der Vereinigung der beiden Hauptschulen hervorzuheben, organisierten die beiden Schulleiter einen „Vereinigungsmarsch". Die Turmschüler machten sich voller Neugierde auf zu ihrer neuen Unterrichtsstätte - flankiert von Oberbürgermeister Wolfgang Ernst, den zuständigen Amtsleitern der Stadtverwaltung, Vertretern des Stadtrates, der Schulsozialarbeit und Eltern. Zu Fuß und mit ihrem großen Turmschule-Transparent ging es nach St. Ilgen. Die Hauptschulklassen der Geschwister-Scholl-Schule liefen mit ihren Lehrern und Rektorin Konstanze Stöckermann-Borst ihren künftigen Schulkameraden entgegen. Am Hauffweg, der Gemarkungsgrenze zwischen Leimen und St. Ilgen, trafen sie sich und legten den restlichen Weg bis zum Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule gemeinsam zurück. Im Schulhof warteten zur Feier des Tages heiße Würstchen und Getränke auf die Neuankömmlinge. Der Elternbeirat hatte gemeinsam mit den „Freunden der Geschwister-Scholl-Schule" und Lehrer/innen der Turmschule die Stärkung für alle Hauptschüler vorbereitet. Die Elternbeiratsvorsitzenden und die Lehrer/innen freuen sich über den Zuwachs: Jetzt seien genügend Schüler zur Bildung von zwei Klassenzügen in jeder Klassenstufe vertreten. Das sei für den Unterricht von Vorteil, da verstärkt gemeinschaftlich und dadurch effektiver gearbeitet werden könne.
Herzliche Worte des Willkommens richtete Konstanze Stöckermann-Borst an die neuen Schüler. Sie freue sich auf die neue und große Schulgemeinschaft, viele Begegnungen und auf das Schulleben bereichernde Ideen der einstigen Turmschüler. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Ernst richtete ein paar Worte an die Schüler. „Der Vereinigungsmarsch hat gut geklappt, alle haben ihn überstanden und sind wohlbehalten in ihrer neuen Schule angekommen", freute er sich. Ernst sprach von einem großen Moment. Zwei Hauptschulen würden nun zu einer Werkrealschule verschmelzen. Allen Schülern wünschte er viel Erfolg auf ihrem nun gemeinsam zu beschreitenden Weg bis zum Schulabschluss (siehe Artikel RNZ 27.07.2010).
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