Erfolgreicher SPD-Antrag: Semesterticket für Hauptwohnsitz

Veröffentlicht am 13.07.2010 in Gemeindenachrichten

In Dossenheim leben bedingt durch die Nähe zu Heidelberg eine Vielzahl von Studierenden. Dossenheim ist wegen der kurzen Anfahrtswege mit dem ÖPNV ein sehr beliebter Wohnort. Allerdings haben einige der Studierenden ihren Hauptwohnsitz nicht in Dossenheim, sondern in ihren Heimatorten. Für diese mit Zweitwohnsitz angemeldeten Studierenden erhält Dossenheim keinerlei Ausgleichszahlungen vom Land Baden-Württemberg, obwohl natürlich auch diese die Einrichtungen und die gute Infrastruktur in Dossenheim nutzen.

Eine Ummeldung vom Zweit- auf den Hauptwohnsitz würde der Dossenheimer Gemeindekasse aber bares Geld bringen: Für jede Person, die sich mit dem Hauptwohnsitz anmeldet, erhalten die Gemeinden rund 1.000 Euro vom Land Baden-Württemberg. Um die Studierenden zur profitablen Ummeldung zu motivieren, haben daher viele Gemeinden Anreize geschaffen (Gutscheinhefte, Kartenermäßigungen, Freifahrtscheine u.ä.).

Auf Anregung der Jusos-Dossenheim stellte daher die SPD-Fraktion im Gemeinderat im April des vergangenen Jahres den Antrag allen Studierenden, die in Dossenheim ihren Hauptwohnsitz neu anmelden, das Semesterticket für den VRN einmalig zu bezahlen. Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat dem Antrag der SPD zu.

Nun liegen die erfreulichen Ergebnisse des ersten Jahres vor: Im Zeitraum 1.8.2009 bis 30.4.2010 haben insgesamt 171 Studierende von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 21.717 Euro (127 Euro / Ticket). Als Gegenleistung erhält nun die Gemeinde eine um 171.000 Euro höhere Ausgleichszahlung vom Land Baden-Württemberg (1.000 Euro / Anmeldung). Gewonnen haben also beide: Die Studierenden konnten ein Semester lang die Bahnen und Busse in der Region kostenlos nutzen und die Gemeinde erhält ein Vielfaches der gezahlten Ticketkosten vom Land zurück.

Selbstverständlich wird die SPD für eine Verlängerung dieses Erfolgsmodell stimmen.