“Die Zersiedelung unserer Landschaften durch die Ausweisung immer neuer Wohn- und Gewerbegebiete sowie neue Verkehrsprojekte raubt der Natur ihre Lebensräume und gefährdet unsere Ökosysteme. Der schleichende Prozess des Flächenverbrauchs ist Besorgnis erregend und bedroht zunehmend die biologische Vielfalt."
"Allein im Südwesten gehen täglich 9,4 Hektar und damit eine Fläche von etwa 13 Fußballfeldern verloren. Der anhaltend hohe Flächenverbrauch gehe außerdem letztlich zu Lasten der Lebensqualität der Menschen und der Attraktivität der Regionen. Angesichts der demografischen Entwicklung mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft und einer in weiten Teilen Deutschlands stagnierenden oder bereits rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ist ein Umdenken überfällig. Die im Planungsrecht der Behörden bereits verankerten Möglichkeiten, Ökosysteme und naturnahe Flächen auch in ihrer Funktion als C02-Senken zu schützen, müssen deshalb konsequent angewendet werden. Im Raumordnungsverfahren oder der Bauleitplanung sind durchaus ökologische Belange berücksichtigt. Die Regelungen müssen aber auch angewandt werden. Es muss vorrangig die Entwicklung und Belebung von Innenstädten und Dorfkernen vor der Ausweisung neuer bisher unberührter Flächen vorangetrieben werden." (Tanja Gönner, BW-Umweltministerin, Pressemitteilung 14.4.2008).
Man kann der baden-württembergischen Umweltministerin nur zustimmen. Bis an die Bergstraße scheinen die Stuttgarter Einsichten aber noch nicht durchgedrungen zu sein. Fährt man auf der Autobahn oder in der OEG zwischen Heidelberg und Weinheim ist unschwer zu entdecken, dass in jedem Dorf neue Wohn- und Gewerbegebiete ausgewiesen werden. In Dossenheim steht nun eine neue Runde bevor: der Zugriff auf das Gebiet rund um den Schwabenheimer Hof. In einer
öffentlichen Fraktionssitzung in der Gaststätte “Anker” (Schwabenheimer Hof) am Montag, 5. Mai, 18.30 Uhr
möchte sich die SPD über die aktuelle Situation der Landwirte des Schwabenheimer Hofes informieren. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.