
Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck besuchte Norbert Zeller, Leiter der Stabsstelle Gemeinschaftsschule im Kultusministerium, die freie Schule LernZeitRäume in Dossenheim.

Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck besuchte Norbert Zeller, Leiter der Stabsstelle Gemeinschaftsschule im Kultusministerium, die freie Schule LernZeitRäume in Dossenheim.
Schulleiterin Signe Brunner-Orawsky schilderte gemeinsam mit ihrem Team dem Gast aus Stuttgart die pädagogischen Leitgedanken der LernZeitRäume, die Ideen der Jenaplanpädagogik mit Leitlinien der Freinetpädagogik verbinden. So gehören selbstständiges, individuelles Lernen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Projektarbeiten zum Schulalltag: Die Kinder werden hier nicht nach Alters- und Leistungsgruppen eingeteilt, sondern lernen gemeinsam in Lerngruppen von maximal 24 Schülerinnen und Schülern, die von zwei Lehrkräften unterstützt werden.
Norbert Zeller, der selbst als Sonderpädagoge gearbeitet hat, zeigte sich beeindruckt: „Sie leisten hier Pionierarbeit. Was in dieser Schule bereits praktiziert wird, ist genau das, was wir mit der Gemeinschaftsschule erreichen wollen.“ Gerhard Kleinböck ergänzte: „Wir wollen weg vom starren Einteilen und Sortieren der Kinder, hin zu mehr gemeinsamen und längeren Lernen. Ich sehe die LernZeitRäume als ideale Gemeinschaftsschule“.
Signe Brunner-Orawsky und Michael Bowien vom Trägerverein der Schule machten im Gespräch deutlich, dass sie sich gerne auf den Weg machen würden Gemeinschaftsschule und damit eine öffentliche Einrichtung zu werden. Bisher finanziert sich die Privatschule zu circa 45 Prozent aus Beitragsgeldern der Eltern, die sozial gestaffelt sind. „Wir würden gerne eine öffentliche Schule werden und auf Beitragsgelder verzichten. Bisher ist dies leider die einzige Möglichkeit unsere Schule zu finanzieren“, unterstreicht Brunner-Orawsky.
Norbert Zeller ermutigte die Erziehungswissenschaftlerin in diesem Bestreben, jetzt komme landesweit Bewegung in die Schullandschaft nachdem sich die ersten Gemeinschaftsschulen auf den Weg gemacht hätten. Dies müsse allerdings immer vor Ort mit allen Akteuren abgestimmt und beschlossen werden. Gerhard Kleinböck erklärte sich bereit, diesen Dialog in Dossenheim voranzutreiben. Ein weiteres Treffen zwischen Norbert Zeller und dem Schulleiterteam ist angedacht.