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Jubiläum 2015 :

Geschichte des Ortsvereins - Gründung 1905

Als im Jahre 1890 die „Sozialistengesetze“ ausliefen, durch die die politische Tätigkeit der Sozialdemokraten verboten war, nahm die Zahl der Mitglieder und Ortsvereine der SPD in Baden erheblich zu. Dem reformerischen Drängen der ganzen Partei um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter und der wachsenden Anteilnahme, die die Sozialdemokraten der aktiven Mitarbeit auch in der Kommunalpolitik entgegenbrachten, entsprach die zunehmende Zahl von Vereinsgründungen, nicht nur in den stark industrialisierten großen Städten mit hohem Arbeiteranteil in der Bevölkerung, sondern auch in den umliegenden Gemeinden. Ende 1904 gab es im Großherzogtum Baden 114 Ortsvereine mit siebeneinhalbtausend Mitgliedern. Ende 1907 waren es bereits 171 Ortsvereine mit dreizehntausend Mitgliedern. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Dossenheimer SPD-Ortsvereins im Jahre 1905.

Heute sind nur noch einige Namen der Gründer und Mitglieder der ersten Jahre bekannt. Hierzu gehören, stellvertretend für alle, Heinrich Bickel, Matthias Matt, Johann Schmitt, Wilhelm Wolf, Philipp Sauer und Jakob Kasper. Das einzige erhalten gebliebene Original aus der Zeit vor der Nazi-Diktatur ist ein Zeitungs­ausschnitt, der die Kandidatenliste der SPD zur Kommunalwahl 1923 abdruckt. Charakteristisch für die damalige SPD sind die Berufe der aufge­führten Kandidaten: 8 Maurer, 5 Steinbrecher, kleine Handwerker aber auch einige kaufmänni­sche Berufe.

Wie andernorts versuchten die Sozialdemokraten Dossenheims mit ihrer politischen Arbeit dazu beizutragen, das demokratische Prinzip in der Gemeindeselbstverwaltung durch ein gerechteres Wahlrecht zu fördern und zu verbessern und die Gemeindeverwaltung stärker in den Dienst der ärmeren Bevölkerungsschichten zu stellen. Zu ihren Forderungen gehörte die Erhöhung der Gehälter der unteren Gemeindebediensteten und für die Gemeindearbeiter, die Einführung eines Mindestlohns, eines höchstens achtstündigen Arbeitstages, die Gewährung eines jährlichen bezahlten Urlaubs von wenigstens acht Tagen, die Gründung einer Pensionskasse und das Recht sich gewerkschaftlich zu organisieren; außerdem sollte die Gemeinde für eine zweckentsprechende Arbeitslosenbeschäftigung im Winter sorgen. Sie traten ein für Schulgeld- und Lehrmittelfreiheit, die Erhöhung der Zahl der Lehrer und ihre bessere Bezahlung, für die Linderung der Wohnungsnot und die Verbesserung der Wohnverhältnisse, den Bau von Wasserleitungen und der Kanalisation.

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