Die ersten Flüchtlinge sind am vergangenen Freitag in Dossenheim angekommen. Der SPD-Ortsverein heißt die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger willkommen und wünscht ihnen, dass sie sich nach und nach von ihren vielen Strapazen erholen. Ein großer, ehrenamtlicher Unterstützerkreis und die Dossenheimer Gemeindeverwaltung haben sich in der Vergangenheit intensiv um eine menschenwürdige Unterbringung bemüht. Dafür danken wir ihnen herzlich und sagen unsere weitere Unterstützung – auf allen politischen Ebenen - zu.
Bei seinem Besuch der Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins berichtete Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck über positive Entwicklungen in der Nachbarschaft Dossenheims: Hemsbach und Heddesheim werden ab dem neuen Schuljahr Gemeinschaftsschul-Standorte. Ab September 2015 werden die Karl-Drais-Schule in der Tabakgemeinde und die Friedrich-Schiller-Schule in der Bachgemeinde nach dem innovativen pädagogischen Konzept des „Längeren gemeinsamen Lernens“ geführt.
Die aktuelle Flüchtlingspolitik steht derzeit im Fokus aller gesellschaftlichen Debatten. Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht. Viele von ihnen sterben bei dem Versuch, das Mittelmeer in seeuntauglichen Booten zu überqueren oder Europa auf dem Landweg unbemerkt in zugeschweißten Lastern zu erreichen.
Das neue Schuljahr beginnt und an einer „schulischen Baustelle“ im Dossenheimer Westen ist leider immer noch nichts passiert – der Schulweg von West-II zur Kurpfalzschule und dabei insbesondere die Überquerung der Schwabenheimer Straße. Diese Straße – Autobahnzubringer und ursprünglich Randstraße – durchschneidet jetzt den Dossenheimer Westen und stellt damit für die zahlreichen Kinder aus dem neuen Ortsteil West-II ein gefährliches Hindernis auf ihrem Schulweg dar.
Bezieht man die Anzahl der Flüchtlinge auf die Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinden, ist deren Prozentanteil vergleichsweise gering: In 25 von 54 Gemeinden, die zum Rhein-Neckar-Kreis gehören, sind Flüchtlinge untergebracht bzw. sollen im Laufe des Jahres noch untergebracht werden. Im Durchschnitt macht der Anteil der Flüchtlinge (Anzahl 3328) lediglich knapp 1% aus.