Bereits schon ein halbes Jahr nach der Kapitulation Deutschlands 1945 fanden sich in Dossenheim engagierte Sozialdemokraten zusammen, um den SPD-Ortsverein wieder ins Leben zu rufen. Aus den Parteiunterlagen geht hervor, dass der 2. Januar 1946 das Stichdatum war, an dem Genossen, die schon vor 1933 in der SPD Mitglied waren, und Neueingetretene der Bundespartei als Mitglieder gemeldet wurden. Von denen, die diese Wiederbelebung des Ortsvereins maßgeblich gestaltet haben, aber mittlerweile verstorben sind, seien stellvertretend für viele die langjährigen Gemeinderäte Georg Riedling, Karl Miltner, Eugen Hutt und Hans Ruland genannt
Die NSDAP wurde die allein bestimmende Partei im Gemeinderat, die Liste der SPD zur Kommunalwahl kam nicht zum Tragen. Gemeinderäte erklärten ihren Rücktritt. Parteiakten und Mitgliedslisten wurden größtenteils vernichtet, um schlimme Konsequenzen für die Mitglieder der SPD zu verhindern. Deshalb fällt es uns heute schwer, über diese Zeit zu berichten.
Das Ende kam mit der Ernennung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Bei den daran anschließenden Reichtagswahlen am 5. März 1933 erhielten die Nationalsozialisten in Baden 45,5 % der Stimmen und erreichten damit das drittbeste Ergebnis im Deutschen Reich. Am 10. März 1933 wurde die gewählte Landesregierung durch einen Reichskommissar abgelöst.