Klimaschutz ist Waldschutz

Großkraftwerk Mannheim mit Kohlehalde (Foto Ehlermann)

Weil wir unseren Wald lieben, wollen wir ihn vor der Bedrohung durch den Klimawandel schützen. Waldschutz ist Klimaschutz, wenn wir tropische Wälder retten und aufforsten. Unser Gemeindewald ist ein Wirtschaftswald – er liefert Holz, wird vom Forst gepflegt und soll klimaresilienter werden. Der notwendige Waldumbau kann durch die verpflichtenden Ausgleichsmaßnahmen beim Bau von Windkraftanlagen mitfinanziert werden – ein Gewinn für Wald, Klima und Gemeinde. Holz selbst zu produzieren ist besser als aus der ganzen Welt zu importieren. Eine Windkraftanlage im Wald benötigt dauerhaft nur etwa 0,5 Hektar Fläche – rund zwei Drittel eines Fußballfelds. Die jährliche Holzernte entspricht einer deutlich größeren Fläche. Der Eingriff ist also überschaubar und ökologisch vertretbar.

"Sonniges Dossenheim" - Modell für Bürgerbeteiligung Windrad

Im Mai 2002 lud Bürgermeister Hans Lorenz zu einer Arbeitsgruppensitzung in die Schauenburghalle zur Vorbereitung eines zukunftweisenden und mutigen Projektes ein: Auf dem Dach der Schauenburghalle sollte eine Fotovoltaik-Anlage mit Beteiligung und durch Finanzierung der Dossenheimer Bürger errichtet werden.

Wie heute bildete sich auch damals eine Bürgerinitiative gegen dieses Projekt. Deren Argumente hatten eine ähnliche Struktur wie die der Gegner der Windkraft: Es wurde das Scheitern des Projektes prognostiziert:

Windkraft ist ein emotionales Thema

Die Diskussion über Windkraftanlagen taugt dazu, um Emotionen zu wecken. Das nutzen auch Rechtspopulisten überall in Deutschland gezielt aus, um die Stimmung mit Desinformation aufzuheizen, damit das Vertrauen in Wissenschaft und unsere demokratischen Institutionen beschädigt wird. Die sozialen Medien sind voll davon. Dabei geht es nicht wirklich um den Schutz der Natur. Natürlich muss niemand Windräder und Eingriffe in den Wald schön finden. Die Frage ist aber, was die Alternative ist. Die Gegner von Windkraftanlagen bleiben ein schlüssiges Konzept schuldig, wie unser Problem der Energieversorgung jetzt und hier und nicht irgendwann und woanders gelöst werden soll.

Achtung Schulanfänger/innen

Am kommenden Montag beginnt in unserem Bundesland ein neues Schuljahr. Das gilt natürlich auch für unsere beiden Dossenheimer Grundschulen: Kurpfalzschule und Neubergschule. Insbesondere die Autofahrer/innen sind aufgerufen, auf diesen Umstand zu achten. Dabei muss vor allem eine Gefahrenstelle im Blickfeld sein: Die Schüler/innen aus West-Il müssen auf ihrem Weg zur Kurpfalzschule die viel befahrene Schwabenheimer Straße, die auch Autobahnzubringer ist, überqueren. Inzwischen ist dort zwar ein Zebrastreifen markiert, dennoch müssen Autofahrer/innen mit untypischen und/oder überraschenden Verhaltensweisen der Schüler/innen rechnen.

Windkraft für Dossenheim nutzen

Ehemaliger Transportweg der Windkraftanlagen am Grainer Eck (Foto: Ehlermann)

Die SPD Dossenheim empfiehlt beim Bürgerentscheid am 9.11.2025 mit NEIN zu stimmen.

Das Nein ist noch kein Freibrief bzw. keine Baugenehmigung, denn der Bau wird noch von der genauen Standortwahl und Umweltverträglichkeitsprüfungen abhängen. Windkraft ist ein kostengünstiger und umweltverträglicher Energieträger, der uns von teuren Energieimporten unabhängiger macht und unsere Versorgung langfristig sichert. Während fossile und nukleare Energieträger hohe Risiken und Umweltschäden verursachen, sind Sonne und Wind unerschöpflich, emissionsfrei und vor Ort nutzbar.

Stellungnahme der Fraktionen B90/Die Grünen, CDU, Freie Wähler, SPD und Die Linke zum Bürgerbegehren Windkraft

Die Fraktionen von Grünen, CDU, Linke, Freie Wähler und SPD im Gemeinderat von Dossenheim sprechen sich gemeinsam FÜR die Nutzung der Windkraft aus und rufen alle Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung am Bürgerentscheid auf. Wer in Dossenheim die Windkraft als saubere, regionale Energiequelle möchte und gegen teure Energieimporte und Luftverschmutzung ist, muss beim Bürgerentscheid am 9.11.2025 mit NEIN stimmen.

 

Gespaltener Wohnungsmarkt in Dossenheim

Während preisgünstiger Mietwohnungsbau in Dossenheim seit Jahren faktisch nicht mehr stattfindet, boomt der privatwirtschaftliche Wohnungsbau: Beispiele hierfür sind Bauvorhaben am Raiffeisenplatz, an der Goethestraße,  Schwabenheimer Straße/Bergstraße, unteren, mittleren und oberen Hauptstraße, auf dem Lorscher Weg, im Bangert und demnächst bei der B3/Kfz-Werkstatt. Alle diese Projekte liefen und laufen nach dem gleichen Muster ab: Private Eigentümer verkaufen für viel Geld ihre Flächen im Ortskern an Investoren, die hochverdichteten, teuren Wohnraum schaffen.