Ortsverein
Neue Bilder der Ehrungen 2005 unter "SPD im Bild"
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Das beste Wahlergebnis der Nachkriegszeit erzielte die SPD bei der Kommunalwahl 1947 mit 38,2 % der Stimmen. Bei späteren Kommunal- und Kreistagswahlen lag die SPD meist unter 30 % (Ausnahme die Kreistagswahl 1979 mit 31,24 %), bei Landtagswahlen um 32 % und bei Bundestagswahlen meist knapp über 36 % (bestes Ergebnis war die Willy-Brandt-Wahl 1969 mit 36,8 %).
Bereits schon ein halbes Jahr nach der Kapitulation Deutschlands 1945 fanden sich in Dossenheim engagierte Sozialdemokraten zusammen, um den SPD-Ortsverein wieder ins Leben zu rufen. Aus den Parteiunterlagen geht hervor, dass der 2. Januar 1946 das Stichdatum war, an dem Genossen, die schon vor 1933 in der SPD Mitglied waren, und Neueingetretene der Bundespartei als Mitglieder gemeldet wurden. Von denen, die diese Wiederbelebung des Ortsvereins maßgeblich gestaltet haben, aber mittlerweile verstorben sind, seien stellvertretend für viele die langjährigen Gemeinderäte Georg Riedling, Karl Miltner, Eugen Hutt und Hans Ruland genannt
Die NSDAP wurde die allein bestimmende Partei im Gemeinderat, die Liste der SPD zur Kommunalwahl kam nicht zum Tragen. Gemeinderäte erklärten ihren Rücktritt. Parteiakten und Mitgliedslisten wurden größtenteils vernichtet, um schlimme Konsequenzen für die Mitglieder der SPD zu verhindern. Deshalb fällt es uns heute schwer, über diese Zeit zu berichten.
Das Ende kam mit der Ernennung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Bei den daran anschließenden Reichtagswahlen am 5. März 1933 erhielten die Nationalsozialisten in Baden 45,5 % der Stimmen und erreichten damit das drittbeste Ergebnis im Deutschen Reich. Am 10. März 1933 wurde die gewählte Landesregierung durch einen Reichskommissar abgelöst.
Im Verlauf des Kriegs und insbesondere ab dem Winter 1916/17 wurden die Belastungen - besonders der ärmeren Einwohner - immer unerträglicher. Die kriegsbedingte Planwirtschaft mit Anbauvorschriften für die Landwirte und Höchstpreisen für Lebensmittel, die zunehmend angespannte Ernährungslage, die Kohleknappheit, die wachsende Zahl der Toten und Vermissten und die immer deutlicher werdende Ausweglosigkeit der militärisch-politischen Lage förderten auch in Dossenheim den Wunsch nach einem schnellen Ende des Krieges.